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Neue Materialien und die ständige Auseinandersetzung mit Form und Funktion sind es, die die Metallgestaltung bis in unsere Tage prägen. Die Arbeiten
in der Ausstellung „Deutsches Silber nach dem Bauhaus“ zeigen in ihrer formalen Gestaltung die reduzierte und betont strenge Sprache des Bauhauses,
dessen Entwurfsprinzipien ― basierend auf die stereometrischen Grundformen wie Kugel, Kreis, Kegel, Zylinder, Quadrat oder Würfel ― prägend auch
für die Künstlergeneration nach dem Ende des Bauhauses 1933 blieben.
2002 erwarb das Silbermuseum Sterckshof (Antwerpen/ Belgien) eine ca. 200 Objekte umfassende Sammlung des Antwerpener Textilkaufmanns Vic Janssens
(1909-2001), der von 1970 bis zu seinem Tod eine der größten und repräsentativsten Sammlungen deutschen zeitgenössischen Silbers zusammengetragen
hatte.
Der älteste unter den insgesamt 23 in der Sammlung vertretenen Silberschmieden ist der 1907 geborene Willi Stoll, weitere frühe Ankäufe stammen von
Gotthold Schönwandt (geb. 1921) und Wilhelm Sommer (geb. 1911). Mit der nächsten Generation ― bemerkenswert z.B. Ulla und Martin Kaufmann (beide
geb.1941), von denen Janssens insgesamt 38 Arbeiten ankaufte, oder das Künstlerpaar Margarethe und Werner Oehlschlaeger (geb.1921 bzw. 1946), die mit
60 Objekten vertreten sind ― erweitert Janssens die Bandbreite seiner Sammeltätigkeit und nimmt zuletzt auch die Arbeiten junger Künstler, wie z.B.
der Mitglieder der 1985 gegründeten Gruppe “buntmetall” (Klaus Dieter Eichler, Stefan Epp, Matthias Engert, Hartmut Hahn), in seine Sammlung auf.
Die Höhepunkte dieser Sammlung sind in der vorliegenden Ausstellung präsentiert und geben zum einen einen Überblick über die Entwicklung der
zeitgenössischen Metallgestaltung, zum anderen belegen sie den bis heute immensen Einfluß, den das Bauhaus bis heute auf zeitgenössische Gestalter
ausübt.
Die Metallwerkstatt am Bauhaus
Mit dem allmählichen Rückgang der dekorativen floralen Ornamente des Jugendstils zeichnete sich in ganz Europa und insbesondere in Deutschland eine
deutliche Tendenz zu einer nüchternen, an der Zweckmäßigkeit orientierten Formensprache ab. Die industrielle Produktion und damit der Gedanke an eine
serielle Herstellung rückte immer mehr in den Vordergrund, die handwerkliche Fertigung sah sich gezwungen, ihre Daseinsberechtigung zu behaupten.
Das 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Bauhaus leistete einen wichtigen Beitrag zur Diskussion der kommenden Jahre. Die Metallwerkstatt
spielte neben den vielen anderen Werkstätten wie der Tischlerwerkstatt, der Bildhauerwerkstatt oder der Töpferwerkstatt eine ganz bedeutende Rolle.
Neben der systematischen Materialerforschung ging es bei der Gestaltung von Gefäßen und Geräten um einen ganz neuen Ansatz in der formalen
Gestaltung. Im Vordergrund stand das Experimentieren mit den Grundformen Kugel, Kreis, Kegel, Zylinder, Quadrat oder Würfel.
Mit der Übernahme der Metallwerkstatt durch Laszlo Moholy-Nagy im Jahre 1923 vollzog sich eine entscheidende Wende: ab diesem Zeitpunkt sollte in der
Werkstatt die industrielle Formgebung vorherrschen und nicht das Silberschmiedehandwerk.
In ihrer kurzen Wirkungsphase – 1933 wurde das Bauhaus geschlossen - war es der Metallwerkstatt möglich gewesen, wegweisende Akzente für
Metallgestaltung späterer Jahrzehnte zu setzen. Eine Vielzahl faszinierender Objekte entstanden in den Bauhauswerkstätten, die bis heute zu den
Inkunabeln des Designs des 20. Jahrhunderts zählen.
| Ausstellung |
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Deutsches Silber nach dem Bauhaus Die Sammlung Vic Janssens |
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| Ausstellungsdauer |
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15. April bis 23. Mai 09 |
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| Öffnungszeiten |
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Mo bis Fr 9:00 bis 17:00 | Sa 10:00 bis 17:00 Uhr
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| Katalog |
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„Deutsches Silber nach dem Bauhaus“
142 S., dt./eng./franz./ nl., 244 Abb,
Hrsg. Edition Snoeck und Provinz Antwerpen
Sonderedition für WAGNER:WERK
Euro 19,00 |
Erhältlich im WAGNER:WERK Museumsshop
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| Information |
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www.ottowagner.com/museum
T +43 1 534 53 DW 33088
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| Eintritt |
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Großer Kassensaal:
Eintritt in die Sonderausstellung frei!
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| Museum WAGNER:WERK |
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Eintritt Euro 5,00
Euro 3,50 ermäßigt
(Schüler, Studenten, Senioren und Gruppen)
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| Eintritt frei für: |
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Kunden der BAWAG P.S.K. gegen Vorweis ihrer Kundenkarte
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| Leitung |
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Monika Wenzl-Bachmayer
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