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Otto Wagner Städtebaupreis 2007
1995 hat die Österreichische Postsparkasse den Otto Wagner Städtebaupreis begründet und zum ersten Mal ausgeschrieben.
Als Referenz an den Erbauer des Hauses und Reverenz vor dem Stadtplaner Otto Wagner, der mit dem Generalregulierungsplan
für Wien oder der Planung der Wiener Stadtbahn das Bild Wiens maßgeblich geprägt hat, werden städtebauliche Projekte und
Realisierungen in Österreich gesucht, die einen wesentlichen und herausragenden Beitrag zur urbanen Kultur Österreichs
erbringen.
Die eingereichten Projekte sollen Konzepte zur Gestaltung und Entwicklung von Gebieten, in denen unterschiedliche
Funktionen und Lebensformen zusammen geführt werden, deutlich machen.
Den Vorsitz der Jury übernimmt jeweils ein international tätiger Architekt und Stadtplaner; seit 1995 hatten Jacques
Herzog (Basel), Norman Foster (London), Nicholas Grimshaw (London), Dominique Perrault (Paris) und anläßlich der
Ausschreibung 2007 David Chipperfield (London) den Juryvorsitz inne.
Anhand der 42 eingereichten Projekte vermittelte sich ein repräsentativer Überblick über Stand und Entwicklung
städtebaulicher Planungen in Österreich. Generell konnten die Einreichungen in drei sehr unterschiedliche Grundansätze
kategorisiert werden: „Bauten / Landmarks“, „Urbane Strategien“ und „Projekte in Entwicklung”. Aufgrund der hohen
Qualität und typologischen Bandbreite der Einreichungen beschloß die Jury unter dem Vorsitz David Chipperfields in ihrer
abschließenden Diskussion, einen Preisträger und zwei Finalisten zu küren, um drei exemplarische städtebauliche
Strategien auszuzeichnen. Sieben weitere Projekte wurden besonders gewürdigt und für die Ausstellung in der Postsparkasse
ausgewählt.
Die Preisträger
HALLE 1 / touzimsky herold architektur mit Wolfram Mehlem / TRANSPARADISO
für das Projekt Raum : Werk : Lehen, Salzburg
Lehen ist ein dicht besiedelter etwa dreieckiger Stadtteil im Norden der Landeshauptstadt Salzburg, Der nach dem zweiten
Weltkrieg rasch gewachsene und durch Bauten der 60er und 70er Jahre geprägte Stadtteil mit einem relativ hohen Anteil an
Migranten kam Anfang der 1990er Jahre wieder in die Schlagzeilen. Seine zentrale Achse, die Ignaz Harrer-Straße mit einer
ausgeprägten Geschäftswelt, war und ist vom Verfall bedroht. Aufgrund dieser Problematik erhielt die
Stadtentwicklungsplanung den Auftrag, mit dem Projekt Chancen und Entwicklungspotentiale aufzuspüren, um aus dem Verfall
einen neuen Aufbruch zu initiieren.
Bekannt wurde Lehen auch durch das 1971 eröffnete Lehener Stadion des Fußballvereins SV Salzburg Austria, damals die
modernste Fußballarena Österreichs. Nach dem Umzug des Klubs in das EM-Stadion Wals-Siezenheim wurde der Betrieb des
Stadions in Lehen eingestellt. Das Stadion wurde inzwischen (2005/2006) abgerissen, um unter anderem Platz zu schaffen
für das neue Stadtteil-Zentrum namens Neue Mitte Lehen.
„Raum:Werk:Lehen“ setzt sich aus drei Einzelprojekten zusammen und sucht durch strategische Eingriffe in das dichte
städtische Areal eine neue urbane Qualität zu entwickeln. Die verfügbare Areale in der Gesamtgröße von 8 ha werden zu
strategischen Erneuerungsfeldern und dienen somit als Vorbild für vergleichbare Projekte in anderen Städten Österreichs.
Neben Einkaufsmärkten und der Stadtbibliothek Salzburg werden ein Park sowie Geschäfte, Wohnungen und ein Seniorenzentrum
entstehen. Die Jury würdigte die außerordentliche Vielschichtigkeit des Projekts, die Gesamtsicht des Gebietes und die
konkreten Einzelmaßnahmen, die eine neue urbane Qualität erreichen.
Die Finalisten
Atelier Heinz Tesar mit Johann Obermoser
für das Projekt BTV Stadtforum, Innsbruck
Das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Gilmschule blieb erhalten und wurde architektonisch in den Neubau der
Bankzentrale BTV mit Büroflächen für mehr als 400 Mitarbeiter integriert. Die geräumige Eingangs- und
Multifunktionshalle stellt einen halb-öffentlichen Innenraum dar (Veranstaltungsort mit Galerie, Ausbildungszentrum, Bar und
Restaurant) und wird als „Rückerstattung des Raumes an die Öffentlichkeit durch einen privaten Bauherrn“
besonders gewürdigt.
Klaus Stattmann für das Projekt Fluc und Fluc Wanne/ Wien
Als Entgegnung auf die zunehmende "Vermanagung" des städtischen Raumes versteht sich das Konzept des Fluc_2 als Plädoyer für
Vielstimmigkeit, für heterogene Überlagerungen.
Eine bestehende, heruntergekommene Fußgängerunterführung und eine ehemalige öffentliche WC-Anlage am Praterstern dienen als
architektonischer Ausgangspunkt für das neue Fluc_2.
Das städtebauliche Konzept beinhaltet die Aufwertung der bestehenden
Fußgängerunterführung Praterstern – Ausstellungsstraße durch Einhausung und Bespielung durch ein Veranstaltungslokal mit flexiblen
Nutzungssituationen bei möglicher Beibehaltung der bestehenden Funktion der Fußgängerunterführung.
Ein Containerensemble "mit hohem trash-Wert" beweist, daß eine Kulturinitiative in Eigenregie auch im Zustand permanenten Umbaus
(„ad-hoc-Architektur“) mit intelligenter sozialer Strategie städtebaulich präzise agieren kann.
Die Würdigungen
Wohnen am Lohbach, Innsbruck
Baumschlager & Eberle / Marte.Marte / Driendl
Schiffstation Wien City
fasch&fuchs
HAAG 007 - Die Rückkehr des Lebens
Noncon:form
Skywalk Spittelau, Wien
Bulant & Wailzer
Urban Platform, Schwechat
000y0 Architekten
Wiener Stadthalle - Neubau Halle F
Dietrich I Untertrifaller Architekten ZT GmbH
Ortszentrum Kals
Schneider & Lengauer Architekten
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Otto Wagner Städtebaupreis |
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| Ausstellungsdauer |
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6. November – 3. Dezember 2007 |
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| Öffnungszeiten |
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Mo und Do von 8.30 – 17.30 Uhr
Di, Mi, Fr 8.30 – 15.00 Uhr
Samstag 10.00 - 17.00 Uhr
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| Information |
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www.ottowagner.com/museum
T +43 1 534 53 DW 33825
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| Eintritt |
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Großer Kassensaal:
Eintritt in die Sonderausstellung frei!
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| Museum WAGNER:WERK |
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Eintritt Euro 5,00
Euro 3,50 ermäßigt
(Schüler, Studenten, Senioren und Gruppen)
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| Eintritt frei für: |
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Kunden der BAWAG P.S.K. gegen Vorweis ihrer Kundenkarte
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